Wer wir sind

Unsere Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) versteht sich als eine politische Gruppierung der Partei, die davon ausgeht, dass die Umsetzung grüner Ideen und die Beachtung christlicher Werte zwangsläufig zu gemeinsamem politischen Handeln führt. Im Bewusstsein der Begrenztheit menschlicher Existenz und entsprechend des ständigen Wandels herrschender Werte und Normen geht es uns nicht darum, neue Werte und Normen zu setzen. Vielmehr wollen wir von Fall zu Fall christlich fundierte Handlungsorientierungen vermitteln.

Unsere Aufgabe

Deshalb betrachten wir es als unsere Aufgabe, uns sowohl in den interreligiösen Dialog als auch in die gesellschaftliche und politische Diskussion einzumischen, wann immer es um die Bewahrung und die sachgemäße Anwendung christlich fundierter Werte geht. Wir positionieren uns dabei nicht auf Grund dogmatischer Vorgaben, vielmehr findet stets eine Meinungsbildung statt, in die auch die subjektiven Glaubensüberzeugungen unserer Mitglieder Eingang finden. Fundamentalistische Positionen werden als nicht-demokratiekonform und wegen ihres Gewaltpotentials von uns entschieden abgelehnt.

Was wir wollen

Wir wollen innerhalb und außerhalb der Partei Steine des Anstoßes sein – nicht in der Absicht, Konflikte zu fördern oder zu vertiefen, wohl aber in der Hoffnung, das Nachdenken über die ethischen Grundlagen politischen Handelns anzustoßen, für zivilgesellschaftliches Engagement zu werben und bei der Konfliktprävention mitzuwirken. Dazu stehen wir in Kontakt mit den Vertreterinen und Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Gerechtigkeit und Nächstenliebe

Es gibt Fälle, in denen christlicher Glaube ein klares Nein erfordert – z. B. bei Kriegsvorbereitungen oder Präimplantationsmedizin (PID) – oder ein ebenso klares Ja zu lebens- und entwicklungsfördernden Perspektiven. In Jesu Hinwendung zu den Armen und seinem gleichwertigen Verhalten zu Frau und Mann; in seinem Ausbrechen aus den Kreisläufen von Gewalt und Gegengewalt, von Hass und Missgunst, auch in der Einstellung '"Gott mehr zu gehorchen als den Menschen" finden wir Motive für ein Handeln in Nächstenliebe und dem Streben nach Gerechtigkeit, immer auf dem Boden des Grundgesetzes.

Werte

Da die Religion wichtiger Bestandteil des öffentlichen Diskurses ist, diskutieren wir in der Partei der Grünen die religiös fundierten Werte unserer Kultur im Rahmen einer postsäkularen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft und entwickeln sie im Hinblick auf die neuen gesellschaftlichen Bedürfnisse weiter. Dies gilt umso mehr, als die tradierten christlichen und humanistischen Grundwerte den Grundpfeilern grüner Politik sehr nahe stehen: ökologisches, basisdemokratisches, soziales und des gewaltfreies Handeln als ethischer Imperativ, zusammengehalten durch das Prinzip der Wahrung der Menschenwürde. – Christliche Ethik als Leitlinie alltäglichen, verantwortlichen Handelns gebietet es geradezu, sich an den Maximen grüner Politik zu orientieren.

Beratungsorgan

1984 begann unsere Arbeit als überkonfessionelle, bundesweit agierende Gruppe kritischer Christ*innen innerhalb der Grünen mit dem Ziel, das christliche Potential innerhalb der grünen Partei heraus zu stellen. Wir verstehen uns als ein freies Beratungsorgan sachkundiger Menschen innerhalb der Partei. In diesem Rahmen haben wir Diskussionen zu wichtigen Themen innerhalb der Partei wesentlich vorangetrieben:

• zur Friedenspolitik
• zum Interreligiösen Dialog
• zur Sozial- und Wirtschaftsethik
• zur Wissenschaftsethik
• zur Neudefinition des Verhältnisses von Staat und Kirche

Organisation und Treffen

Organisiert ist die BAG Christ*innen auf der Basis von Delegierten der entsprechenden Landesarbeitsgemeinschaften sowie weiterer Delegierter, namentlich der Grünen Jugend, des Bundesvorstands, der Bundestagsfraktion, der Europafraktion und der Landtagsfraktionen. Hinzu kommen regelmäßig mitarbeitende Gäste mit Spezialwissen und Referent*innen.
Die zwei- dreitägigen Klausurtagungen der BAG finden an wechselnden Orten als Frühjahrs- und Herbsttagung statt und werden vom Koordinierungskreis (Sprecher*innen, stellv. Sprecher*innen, Kooptierte) langfristig geplant und vorbereitet.

Sprecherin:
Kerstin Täubner-Benicke
Am Mühleich 2
82319 Starnberg
Tel.: 0151-12673730

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Biographisches:Studium Germanistische Linguistik. Seit 2007 Angestellte in Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Jahrgang 1967, 4 erwachsene Kinder, 2 Enkel.
Vielfältig engagiert: Kirchenvorstandsmitglied 2006-2012, Gründungsmitglied Starnberger Dialog 2016, Bund Naturschutz: Mitglied des Ortsvorstands und Kreisvorstands, Mitglied Evangelische Frauen in Bayern, Mitglied Europa-Union
Politisches: Sprecherin LAG Christ*innen Bayern 2007-jetzt, Sprecherin der BAG 2013-2017, seit 2019, Kreisvorsitzende Starnberg 2013- jetzt, Ortsvorsitzende Starnberg 2005-2011, 2013-2015

Sprecher:
Peter Dennebaum
Groß-Gerau
Tel.: 0160 - 5541206

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Biographisches: 6,5 Jahre USA als UCC-Pfarrer, 6 Jahre Wirtschaft (Daimler & Commerzbank), jetzt EKHN-Pfarrer, wohnhaft in Groß-Gerau. Jahrgang 67.
Schwul. Ledig. 3 Brüder, zwei noch lebende und geliebte Eltern.
Gründungsmitglied von „BEYOND. The European Network for Progressive Faith and Social Justice“
Politische Ämter: LAG Christ*innen Sprecher Hessen

In den Koordinierungskreis wurden in der Frühjahrstagung 2021 am 08.05.21 gewählt:
Als stellvertretende Sprecher*innen: Erdmute Scheufele, Miriam Husemann, Markus Heimbach, Thorsten Maruschke
Als Kooptierte: Anette Esser, Andreas Obermann
Die Delegation zur BAG Säkulare muss noch bestätigt werden.

URL:https://gruene-bag-christinnen.de/die-bag/